Wie erkennt man Prostatakrebs

Die Prostata ist ein existenzieller Bestandteil der männlichen Geschlechtsorgane. Sie befindet sich direkt unterhalb der männlichen Harnblase und wird von der Harnröhre umgeben. Eine durchschnittliche Prostata wiegt in der Regel 20 Gramm und entspricht der Größe einer Kastanie. Sie ist zudem ca. 3 Zentimeter lang sowie 4 Zentimeter breit. Die Prostatadrüse ist für die Bildung eines Sekrets verantwortlich, die sich im Rahmen der Ejakulation mit den Spermienzellen vermischt. Es bildet hierbei ca. 30 % der gesamten Samenflüssigkeit und ist für eine optimale Beweglichkeit der Spermien verantwortlich.

 Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs wird in der medizinischen Fachsprache auch als Prostatakarzinom benannt. Es handelt es ich hierbei um eine Tumorerkrankung, die bösartig ist und vom männlichen Drüsengewebe ausgeht. Prostatakrebs ist bei Männern die am weitesten verbreitete Krebserkrankung, die es gibt. Durchschnittlich erkranken rund 3 von 100 Männern im Laufe ihres Lebens an dieser Erkrankung. Grundsätzlich ist es sogar die 3. häufigste Todesursache von Männern nach Lungenkrebs oder Darmkrebs.

Im Frühstadium ist die Prostata-Krebserkrankung leider symptomlos. Erst bei einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung können sich die ersten signifikant spürbaren Symptome auch tatsächlich bemerkbar machen.

 

Zu allgemeinen frühzeitigen Symptomen, die bei bösartigen Prostatakarzinomen auftreten können, gehören folgende:

Ein deutlich vermehrter Harndrang, vor allem in der Nachtzeit Allgemein auftretende Schwierigkeiten beim Urinieren Das Vorliegen eines nur noch schwachen bzw. leicht unterbrochenen Harnflusses Eine durchaus existierende schmerzhafte Ejakulation Das Bestehen von Blut im Urin oder gar der Samenflüssigkeit Spezielle Schmerzen in der Prostata Deutliche Schmerzen im unteren Rückenbereich Auftreten einer Impotenz oder einer verminderten Erektion Ein deutlich verminderten Samenerguss

Im nachfolgenden Bereich werden nun die am häufigsten auftretenden Symptome näher erläutert, die in Kombination helfen eine mögliche Prostata-Erkrankung frühestmöglich zu identifizieren.

 Wie erkennt man Prostatakrebs?: zunehmende Beschwerden beim Wasserlassen

Die Prostata als Drüse umgibt als solches die Harnröhre. Hierbei ist auffallend, dass sich bei einer Prostata-Krebserkrankung die Prostata vergrößert und somit zwangsläufig die Harnröhre einengt und Probleme beim Wasserlassen entstehen. Oftmals kann das in besonders akuten Zeiten dazu führen, dass sich die Blase kaum noch entleeren lässt. Ein anderes Szenario in Verbindung mit dem Wasserlassen ist, dass sogenannte Nachttröpfchen. Hierbei handelt es sich um normale Begleiterscheinungen dieser Krankheit. Wenn Männer folglich einen nachlassenden Harnstrahl bei sich feststellen und einen nächtlichen Harndrang bemerken, so kann das auf eine vergrößerte Vorsteherdrüse hindeuten. Hier ist ein Gang zum Arzt ratsam.

 Wie erkennt man Prostatakrebs?: Blut im Sperma oder im Urin

Zu einem weiteren Warnzeichen kann es kommen, wenn Männer bei sich Blut im Sperma oder im Urin bemerken. Hier sollte dringend ein Arzt konsultiert werden, um abzuklären, ob lediglich ein harmloser Infekt vorliegt oder aber eine ernste Prostata-Kebserkrankung existiert.

 

  Wie erkennt man Prostatakrebs?: eine auftretende Inkontinenz

Ein unfreiwilliger Urinverlust oder gar eine bestehende Blasenschwäche können ebenso viele Ursachen haben. Es ist hierbei durchaus möglich, dass diese Symptomausprägungen bei unterschiedlichen Krankheitsbildern auftreten, jedoch kann eine auftretende Inkontinenz ein klares Indiz für eine Prostatakrebserkrankung. Eine ärztliche Abklärung ist aufgrund dessen ebenso dringend anzuraten.

Wie erkennt man Prostatakrebs?: bestehende Potenzstörungen

 

Mit einer Prostata-Krebserkrankung gehen im Regelfall Erscheinungen wie eine erektile Dysfunktion einher. Auch bei der auftretenden Impotenz kann eine bestehende Vergrößerung der Prostata Schuld sein. Im Regelfall liegen bei erektilen Dysfunktionen auch andere Problemfelder zugrunde. Doch ist eine Abklärung der Ursachen für solche Symptome angeraten, da sich hier ebenso ernsthaftere Gründe als Auslöser herausstellen können. Je früher eine Prostata-Krebserkrankung diagnostiziert wird, umso höher sind die Heilungswahrscheinlichkeiten und umso niedriger ist die Sterblichkeitsrate.

 Wie erkennt man Prostatakrebs: ein erhöhter PSA-Wert

Der wichtige PSA-Wert lässt sich nur durch den Arzt im Rahmen einer Blutuntersuchung feststellen. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Eiweiß, dass nur von der Prostata gebildet wird. Wenn der entsprechende Wert hier erhöht ist, so kann das ein Indiz auf eine Veränderung der Prostata sein. Sollte hier ein Verdacht vorliegen, so wird der Arzt immer eine Untersuchung anberaumen, um vollständig auszuschließen, dass ernsthaftere Ursachen für die Veränderung vorliegen.

Fazit

Prostatakrebs ist die dritthäufigste Todesursache bei Männern, nach Darm- und Lungenkrebs. Je früher diese Krebserkrankung diagnostiziert wird, umso besser sind die Heilungsquoten. Im ersten Stadium der Krebserkrankung können meistens noch keine wesentlichen Beeinträchtigungen durch den Patienten bemerkt werden. Sollten sich jedoch immer weiter einzelne Indizien ansammeln, so ist der Gang zum Arzt unumgänglich und dringendst im Sinne der eigenen Gesundheit vorzunehmen.