Was ist ein Blähbauch?

Auch wenn niemand über das Symptom Blähbauch gern spricht, ist dieses in der Gesellschaft verbreiteter als gedacht. Nach offiziellen Schätzungen sind 20 % der erwachsenen Bevölkerung von einem Blähbauch betroffen. Bereits der Ausdruck deutet auf das Syndrom hin, das im medizinischen Fachjargon Meteorismus heißt und aus dem Griechischen kommt, denn das griechische Wort Meteoron bedeutet übersetzt Lufterscheinung. Betroffene klagen über einen aufgedunsenen Bauch mit einer harten Bauchdecke. Andere Symptome sind Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme und Appetitlosigkeit.

Ursachen für den Blähbauch

Zu den Faktoren, die den Blähbauch verursachen, gehören eine falsche Ernährung, falsche Ess- und Trinkgewohnheiten, Stress, Angst, Antibiotika, Entzündungen im Magendarmtrakt und eine Pilzinfektion im Verdauungsbereich. Auch eine Schwangerschaft kann infolge der hormonellen Umstellungen einen Blähbauch verursachen. Vor allem entsteht ein Blähbauch dadurch, dass die Bakterien im Darm zu viel Gase erzeugen und der Betroffene zu viel Luft schluckt. In der Folge werden die Risikofaktoren der Reihe nach durchgegangen, um ein besseres Verständnis für das Syndrom zu entwickeln. Wer die Blähbauch Ursache herausfinden kann, leistet den ersten Schritt zur Beseitigung des Syndroms.

Der Faktor Ernährung

Bei der Ernährung sind insbesondere Speisen mit hohen Anteilen an Fetten und Kohlenhydraten problematisch. Denn der menschliche Körper tut sich mit der Verdauung dieser Makronährstoffe mitunter schwer, sodass diese unverdaut in den Darm gelangen können. Sobald dies passiert, setzt ein Zersetzungsprozess durch Bakterien ein, bei denen Darmwinde produziert werden. Problematisch sind auch scharfe Gerichte, wobei nicht alle Gewürze per se schlecht sind.

Im Gegenteil, Gewürze wie Ingwer, Kreuzkümmel, Knoblauch, Fenchel, Koriander, Anis und Dillsamen helfen gegen den Blähbauch wie auch karminative Tees aus den Essenzen Kamille, Pfefferminze, Schafgarbe, Anis, Fenchel, Rosmarin, Salbei, Wacholder, Lavendel und Melisse. Heilerde und Probiotika leisten ebenfalls gegen den Blähbauch gute Dienste. Es hilft deshalb gegen den Blähbauch, sich mit Karminativa auseinanderzusetzen. Übrigens können auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten einen Blähbauch auslösen, sodass das Problem erkannt werden sollte, um seine Ernährung entsprechend umzustellen.

Genießen, nicht schlingen

Wer dazu neigt, sein Essen hastig herunterzuschlingen, überfordert seine Verdauung und unterstützt damit die Entstehung des Blähbauchs. Dasselbe gilt auch für das Trinken, denn wer seine Getränke ebenfalls zu hastig hinunterschluckt, sorgt für eine verstärkte Luftzufuhr im Magendarmtrakt. In diesem Zusammenhang sind Rauchen und Kaugummikauen ebenfalls problematisch. Bei den Getränken sorgt Kohlensäure zudem für eine verstärkte Gasbildung, sodass kohlensäurehaltiges Wasser durch stille Quellen ersetzt werden sollten.

Vorsicht vor Antibiotika

Antibiotika sind in Verruf geraten, seitdem der Zusammenhang zwischen Antibiotika und Bakterienkulturen, die Resistenzen entwickeln, bekannt wurde. Auch in puncto Blähbauch sind Antibiotika zweifelhaft, da sie bei der Vernichtung von Bakterien nicht zwischen guten und schlechten Kulturen differenzieren und damit die Darmflora durcheinander bringen. Deshalb lohnt es sich zu überprüfen, ob sich ein Antibiotikum für jede kleinere Erkrankung wirklich lohnt und ob es für schwerere Krankheiten Alternativen gibt. Außerdem sind Antibiotika gegenüber Krankheiten ohnehin wirkungslos, die durch Pilze und Viren ausgelöst wurden.

Stress und Angst

Wer an chronischem Stress und Angst leidet, neigt zu psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen, worunter auch der Blähbauch gehört. Der Grund für diese Kausalität besteht in der Umstellung der Hormone, die bei Stress und Angst quasi in einem Alarmzustand verharren und dadurch sekundäre Körperprozesse wie die Verdauung zurückfahren. Dadurch arbeitet der Metabolismus im Körper nur noch mit halber Kraft, was zu Folgeproblemen führen kann. Deshalb empfehlen wir, den Auslösern von Stress und Angst auf dem Grund zu gehen, um diese Leiden zu beenden. Dies wird nicht nur den eigenen Bauch erfreuen.

Primärerkrankungen

Bei den Primärerkrankungen, die den Meteorismus auslösen, sind insbesondere bakterielle und Pilzinfektionen im Magendarmtrakt mögliche Kandidaten. Auch Arten von Bauchschmerzen wie Reizdarm und Sodbrennen können mit einem Blähbauch einhergehen. Eine Verstopfung führt ebenfalls zu einer verstärkten Gasmenge im Darmtrakt. Generell ist es in Fällen eines Blähbauchs, der durch eine Primärerkrankung verursacht wurde, wichtig, diese anzugehen, weil mit dem Verschwinden der Primärerkrankung auch der Blähbauch verschwindet.